Daunen oder auch Daunenfedern sind wärmeisolierende Federn, die bei den meisten Vögeln unterhalb des sichtbaren Gefieders – im so genannten Unterkleid – wachsen. Die Daunenfeder hat einen kurzen Kiel mit besonders langen und strahlenförmig um den Kiel angeordneten Federästen ohne Haken. Deshalb wirkt die Daunenfeder besonders flauschig und ermangelt der typischen aneinander ausgerichteten Federstruktur. Das lebendige Tier benötigt seine Daunenfedern zur Kälte- oder Wärmeisolierung, die über ein entstehendes Luftpolster erreicht wird. Aus genau diesem Grund sind Dauenfedern so begehrt. Aus ihnen werden vorwiegend sehr hochwertige Bettdecken, Schlafsäcke und Jacken gefertigt. Für diese Produktion werden die Daunen der Eiederente, die so genannten Eiderdaunen, und Gänsedaunen verwendet.


Die Eigenschaften von Daunen

Neben der hervorragenden Isolation verfügen Daunen auch über eine hohe Elastizität. Sie finden auch bei starker Beanspruchung immer wieder in ihre ursprüngliche Form zurück. Eine Daunendecke zum Beispiel muss man nur aufschütteln, um sie wieder in Form zu bringen.

Die Maßeinheit und das Gewicht von Daunen

Der Rohstoff Daunen wird mittels seiner Bausch- oder Füllkraft bemessen. Dazu wurde die international gültige Maßeinheit cuin entwickelt. Das Eigengewicht der Daune variiert nach Vogelart und Vogelrasse und ist zudem abhängig vom Lebensalter des Vogels. Daher kann das Daunengewicht stark unterschiedlich ausfallen. So enthält ein Kilo Gänsedaunen zwischen 250.000 bis 400.000 einzelne Federn. Die wesentlich feineren Eiderdaunen dagegen haben zwischen 500.000 und einer Million Daunen pro Kilogramm.

Wie werden Daunen gewonnen?

Prinzipiell wird zwischen zwei Arten der Dauenengewinnung unterschieden: Dem “Lebendrupf” und dem “Schlacht-” bzw. “Totrupf”. Beim Totrupf werden die Tiere zur Fleischproduktion gezüchtet und die Dauengewinnung stellt den sekundären Produktionszweig. Die Qualität der Federn leidet durch die Schlachtung nicht. Jedoch kann das Rupfen, das am toten Tier maschinell durchgeführt werden kann, schneller erfolgen. Es können also in derselben Zeit mehr Federn gewonnen werden als beim lebenden, von Hand zu rupfenden und vorsichtig zu behandelnden Tier. Aufgrund der niedrigeren Arbeitskosten können daher die Federn aus dem Totrupf günstiger gehandelt werden als die aus dem Lebendrupf. Die Daunen der Eiderenten werden nicht gerupft, sondern von Hand aus den Nestern der frei lebenden Tiere gesammelt. Dies erklärt unter anderem ihren sehr hohen Preis. Zirka 90 Prozent aller weltweit produzierten Daunen stammen aus dem Totrupf und aus Ländern, in denen die Geflügelzucht sehr verbreitet ist.

Daunen – ein nachwachsender Rohstoff

Viele Bauernhöfe existieren von der Daunenproduktion. Da sie keine Fleischproduktion betreiben, werden die Tiere hier als wertvolles Kapital betrachtet und sehr schonend behandelt. Sie erhalten gutes Futter, damit die Daunen möglichst schnell in guter Qualität nachwachsen. Der Lebendrupf erfolgt hier manuell und mehrmals im Jahr. Die nachwachsenden Daunen sitzen weniger fest verankert in der Haut, so dass das Rupfen für die Tiere so gut wie schmerzfrei erfolgen kann. Wird zudem innerhalb der Mauser gerupft, was jedoch aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht immer gewährleistet werden kann, so fallen die Daunen fast von selbst aus. Dennoch steht der Lebendrupf unter argwöhnischer Beobachtung von Tierschutzorganisationen.

Die Verwendung von Daunen in Daunendecken

Als Luxus unter den Bettwaren gelten echte Daunendecken. Dabei wird das Füllgewicht in Gramm angegeben und gibt Aufschluss über die Qualität der Daunendecke. Gibt eine dicke Daunendecke im Winter und in kalten Nächten wunderbar warm, so schläft es sich doch darunter ganz hervorragend, da sie leicht ist und nur ein geringes Eigengewicht aufweist. Auch im Sommer eignen sich Daunendecken zum Schlafen. Hier werden dünnere und weniger stark befüllte Modelle bevorzugt, die für ein angenehmes Klima sorgen. Waren Daunendecken noch vor wenigen Jahren nahezu unerschwinglich im Preis, so kann man heute für um die 100 EUR bereits eine Decke der Mittelklasse erhalten. Daunendecken sollten nicht in der Waschmaschine gewaschen werden. Meistens reicht es, sie großzügig zu lüften. Jedoch können die Daunen alle paar Jahre in einem professionellen Reinigungsbetrieb gereinigt und überholt werden. So halten sie sich über viele Jahre.

Die Verwendung von Daunen im Outdoorbereich

Hochwertige Schlafsäcke für die extremen Beanspruchungen des Outdoorbereichs werden stets mit Daunenfedern gefüllt. So kann man in einem guten Schlafsack auch bei extremen Minustemperaturen nicht nur überleben, sondern behaglich warm schlafen. Die Daunen wärmen sogar so gut, dass man auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ohne zusätzliche Kleidung im Schlafsack liegen kann. Bei Bergsteigern sind Daunenschlafsäcke deshalb ein Muss. Ihr weiterer Vorteil ist, dass sie sich sehr klein zusammenrollen lassen und fast kein Eigengewicht haben, das transportiert werden muss. Wird der Daunenschlafsack einmal von außen feucht, so trocknet er recht schnell wieder ab.

Die Verwendung von Daunen für Daunenjacken

Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch das gute Isolationsverhalten eignen sich Daunen auch ganz hervorragend als Füllstoff für hochwertige Jacken und Anoraks. Sämtliche namhaften Sportartikel- und Skimodehersteller setzen deshalb seit Jahren auf die hochwertigen und natürlichen Daunen. Ein Daunenanorak verspricht nicht nur eine hohe Qualität und Langlebigkeit, sondern auch größtmöglichen Tragekomfort. Dabei sind die Jacken so abgesteppt, dass sich die Daunen in einzelnen Kammern befinden. Dies gewährleistet, dass die Daunen auch bei der Maschinenwäsche an ihrem Platz bleiben. Eine frisch gewaschene Daunenjacke kommt sehr dünn aus der Waschmaschine. Trocknet man sie jedoch unter Zugabe von 2 – 4 Tennisbällen bei einem sanften Trockenprogramm im Wäschetrockner, so gewinnen die Daunen rasch ihre ursprüngliche Form zurück. Es lohnt sich also wirklich, in eine Daunenjacke zu investieren.

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